Aus dem Obstgarten Cheesecake

Rhabarber-Cheesecake mit Streuseln

Man sieht ihn ja überall im Augenblick: Rhabarber! Ich für meinen Teil liebe Rhabarber: als Kuchen, Kompott, Sirup…. aber da bin ich leider in meiner Familie die Einzige! Wobei ich das überhaupt nicht verstehen kann: wie kann man Rhabarber nicht mögen? Ist der Geschmack tatsächlich so eigen? Klar, etwas säuerlich, vielleicht ist es auch die faserige Konsistenz, die Manche nicht mögen, jedenfalls hat er wenig Kalorien (gerade mal 13 Kalorien auf 100 g!) und enthält viel Kalium und Vitamin C. Ach ja, und eigentlich ist er kein Obst sondern ein Gemüse 🙂

Ich jedenfalls bedauere es zutiefst, dass meine Lieben nicht auf Rhabarber stehen, denn alleine so einen ganzen Kuchen verdrücken, schaffe nicht mal ich! Glücklicherweise gibt es aber für solche Fälle Hilfe in Form von Kollegen, Freunden, Nachbarn und Gästen, so dass ich doch zu meinem Rhabarberkuchen komme. Außerdem koche ich mir häufig einen Rhabarberkompott, den kann man großartig zu Pudding, Milchreis oder Grießbrei essen und einen Rhabarber-Curd habe ich auch schon gemacht, den gibt es dann auf dem Frühstücksbrötchen… Also Ihr seht, ich finde Mittel und Wege!
Übrigens: falls Ihr bei meinem wundervollen Rhabarber-Streusel-Cheesecake auf die Idee kommen solltet, ihn lauwarm zu probieren: lasst es! Bitte!!! Ansonsten wollt Ihr mich hinterher noch auf Völlerei oder so etwas verklagen, Ihr könnt nämlich dann nicht mehr aufhören zu futtern!

Für eine Springform von 24 – 26 cm:

Zutaten für Teig und Streusel:
225 g Weizenmehl 550
50 g gemahlene Mandeln
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
1 Eigelb (das Eiweiß könnt Ihr mit in die Füllung geben)
100 g Rohrohrzucker
150 g sehr weiche Butter

Zutaten für die Füllung:

400 g Frischkäse
200 g Schmand
1 Ei und 1 Eiweiß
Mark einer Vanilleschote
Abrieb einer Bio-Zitrone
80 g Zucker

250 g Rhabarber (fertig geputzt und gewogen)

Den Backofen auf 190 °C (170 °C Umluft) vorheizen.
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit den Knethaken zu einem streuseligen Teig verkneten (geht auch prima mit den Händen). Die Backform gut ausfetten. Ungefähr zwei Drittel des Teiges auf dem Boden und etwas am Rand der Form festdrücken (geht besonders gut mit der Rückseite eines Löffels) und den Boden dann für 15 Minuten vorbacken.
Inzwischen den Rhabarber putzen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden.
Für die Füllung die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen, zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer geschmeidigen Creme rühren. Den etwas abgekühlten Boden mit der Creme bestreichen, danach den Rhabarber darauf verteilen und ein wenig hineindrücken. Zuletzt das Ganze mit den verbliebenen Streuseln gleichmäßig bestreuen.
Den Kuchen für nochmals 35 – 40 Minuten goldbraun backen. In der Form abkühlen lassen, vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.

 

 

Weitere Rhabarber-Rezepte gewünscht? Dann schaut Euch doch mal die Rhabarber-Muffins mit Vanille-Streuseln an.
Habt noch einen schönen Sonntag und macht es Euch kuschelig… Ich habe den Kamin angeworfen, da es hier nämlich leider regnet.

Ich wünsch‘ Euch was!

Andrea (die gleich platzt!)

Comments (26)

  • mhhh ich mag Rhabarber ja auch super gerne.. stehe hier aber auch allein damit da 😉 Aber Käsekuchen an sich ist beliebt, mal sehen vielleicht kann ich den Rhabarber auch einfach nur auf einer Hälfte verteilen… lg

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    • Das ist doch eine gute Idee!
      Liebe Grüße
      Andrea

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  • ……sieht sehr lecker aus. Aber auch hier: keine Chance Rharbarber irgendwie unter zu bekommen. Ich esse ihn eigentlich ganz gerne… hin und wieder…. aber an die Kinder geht der böse Rhabarber gar nicht ran. Trotzdem: sehr leckeres Rezept und wunderhübsche Bilder, meine Liebe!
    Bis bald…
    Melli

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    • ich danke Dir! Tröstet ja, dass es anderen auch so geht 🙂
      Alles Liebe
      Andrea

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  • Liebe Andrea,
    Nimmst du wirklich Frischkäse, der ist ja immer gesalzen, oder Quark ?
    Sieht sowas von lecker aus, Hmm
    Schönen Sonntag , Josi

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    • Liebe Josi,
      ja ich nehme tatsächlich Frischkäse… habe mal alle durchprobiert und für mich entschieden, dass der von Exquisa am wenigsten salzig ist 🙂
      Alles Liebe, Andrea

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  • Der Kuchen sieht wirklich fantastisch aus und Rhabarber harmoniert sicher wunderbar mit dem Käsekuchen=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    • Das stimmt, liebe Krisi… so gut, dass ich nicht die Finger davon lassen kann 🙂
      Alles Liebe, Andrea

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  • Ich verstehe nicht, warum mittlerweile so viele Blogger "Cheesecake" schreiben. Gibt es da irgendeinen Unterschied? Eigentlich könnte man doch einfach bei der deutschen Bezeichnung "Käsekuchen" bleiben. Der Kuchen schmeckt bestimmt trotzdem super lecker 🙂

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    • Das liegt sicher daran, dass es sich auch um einen "Cheesecake" handelt, d.h. er ist mit Frischkäse hergestellt. Klassischer Käsekuchen wird immer mit Quark gemacht.
      Liebe Grüße
      Andrea

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  • Super Combi, Rharbarber und Frischkäse, sieht nicht nur lecker aus. Da kann man wirklich nicht nein sagen.
    Lg
    Dagmar

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    • Das stimmt liebe Dagmar… Meine Hüften danken mir diesen Kuchen wahrlich nicht!
      Alles Liebe, Andrea

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  • Mmh, das sieht ja köstlich aus! Ich liebe auch Rhabarber – habe erst heut früh wieder ein Glas selbstgemachte Marmelade aufgemacht. Mein Mann mag ich zum Glück auch – vor allen Dingen wenn er in einem leckeren Kuchen versteckt ist! 😉
    Lg, Miriam

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    • Sehr schön, dann steht dem Backen dieses Kuchens ja nichts mehr im Wege!
      Alles Liebe, Andrea

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  • Liebe Andrea!
    Dein Rezept sieht so lecker aus, und dank dein translate Funktion weiß ich jetz das Schmand ist Creme fraiche auf Dänisch! Ich werde heute dein cheesecake backen!
    Herzliche Grüße, Ulrika – den glade kagekone

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    • Oh, wie schön, viel Spaß dabei!
      Liebe Grüße, Andrea

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  • Lecker!!!! Heute ausprobiert ( eigentlich völlig bescheuert, ein neues Rezept auszuprobieren, wenn hier eine große Party ansteht) und steht der Kuchen auf unserer "Passt-zu-jeder-party-und-ist-der-absolute-hammer-Liste"
    Danke für das tolle Rezept,
    Liebe Grüße,
    Katharina

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    • Sehr gerne, liebe Katharina!
      Ich bin aber genau so…. Probiere einfach zu gerne – gerade auch beim Kochen – neue Rezepte aus und mache ganz häufig Neues, wenn Gäste kommen! Klappt meistens 🙂
      Liebe Grüße, Andrea

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  • gerade in den ofen gewandert 🙂 ich bin ja gespannt, denn immer noch bin ich auf der suche nach perfektem rhabarberkuchen rezept 🙂
    danke! und liebe grüße von aneta

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    • Na dann hoffe ich mal, dass Du es hiermit gefunden hast 🙂
      Liebe Grüße, Andrea

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    • ein ganz gefährlicher kuchen ist das 🙂 aber erst wenn man etwa die hälfte gegessen hat, wird einem schlecht – so gesehen kann man mehr als einen stück vertilgen 🙂 ich backe ihn schon wieder 🙂 er ist einfach großartig!
      danke:)
      liebe grüße und schöne pfingsten von aneta

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    • Wie süß…. erst wenn man die Hälfte gegessen hat… Klasse!
      Danke für diesen lieben Kommentar!
      Herzlichst, Andrea

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  • Danke für das tolle Rezept! Der Kuchen ist gerade im Ofen. Er wird aber bestimmt nicht so lecker aussehen wie bei dir. Die Creme war sehr flüssig (habe Exquisa genommen) und dadurch ist der Rhabarber direkt bis auf den Boden gesunken und die Streusel zum Teil auch. Mal sehen, was draus wird.
    Deine Präsentationen sind immer wunderschön anzusehen ♡♡

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    • Oh, ich nehme auch immer Exquisa…. komisch!
      Als Tipp für das nächste Mal, sollte es nochmal so sein, mach einfach 2 – 3 EL Speisestärke darunter!
      Alles Liebe und lasst es Euch schmecken!
      Andrea

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  • Hallo!
    Ich habe deinen Cheesecake heute ausprobiert und eben verkostet – er ist traumhaft lecker, einfach göttlich! Rhabarber liebe ich sowieso, Cheesecake auch und Streusel könnten von mir aus (fast) auf jeden Kuchen… Also eine echte Traumkombi, kommt garantiert wieder in meinen Ofen! Herzlichen Dank für ein weiteres tolles Rezept von dir – habe schon einige mit großem Erfolg ausprobiert! LG aus Österreich, Sabine

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    • Oh, wie nett von Dir!
      Da freue ich mich aber sehr, dass Dir meine Rezepte so gefallen!
      Vielen Dank für diesen netten Kommentar!
      Herzliche Grüße nach Österreich, Andrea

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